“Bei meiner Ankunft in Südtirol Mitte Oktober 2025 war das Wetter kälter, als ich es für diese Jahreszeit erwartet hatte. Umso auffälliger war dagegen die Herzlichkeit der Gemeinschaft sowohl an der PTH Brixen als auch am Priesterseminar. Selten habe ich mich so schnell in ein neues akademisches Umfeld integriert, und nie zuvor habe ich ein solches Gefühl der Zugehörigkeit zu einer intellektuellen Gemeinschaft verspürt. Gemeinsame Mahlzeiten spielten dabei eine entscheidende Rolle,” so Humberto Schubert Coelho in seinem Abschlussbericht. Der Forschungsaufenthalt an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen ermöglichte es dem Professor für Religionsphilosophie an der Universidade Federal de Juiz de Fora in Minas Gerais, Brasilien, sich hier intensiv mit der Relevanz von Spiritualität für das Verständnis des menschlichen Bewusstseins und die Gesundheitswissenschaften zu beschäftigen. Beim Schreiben eines Buches darüber weitete sich sein Fokus hin zur grundsätzlicheren Beziehung zwischen evolutionären und kulturellen Theorien und dem Problem des Bewusstseins. “Das Buch spiegelt … auch die besondere Atmosphäre der PTH mit ihrem Team der Professorinnen und Professoren und dem umgebenden akademischen Umfeld wider, einschließlich der Universitäten von Innsbruck und Padua, die mein ursprüngliches Interesse an der Wissenschafts-Religions-Debatte neu geweckt haben.” Wissenschaftlich betreut wurde er von Prof. Dr. Ludger Jansen, Professor für Philosophie an der PTH Brixen. Vortragstätigkeiten führten Humberto Schubert Coelho an universitäre Standorte in Marburg, Innsbruck, Freiburg i.Br., Udine und Wien. Zusammen mit Ludger Jansen und der Cusanus-Akademie richtete er dort einen Workshop über Nahtoderfahrungen aus. Im Rahmen der PTH-Vortragsreihe Philosophie und Theologie im Kontext stellte er Geschichte und Themen der im europäischen Kontext noch zu wenig bekannten brasilianischen Philosophie vor. Die PTH Brixen dankt Humberto Schubert Coelho für seine vielfältigen Beiträge und wünscht ihm alles erdenklich Gute für seinen Neustart in Minas Gerais.

