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Friedensarbeit, Umweltschutz und Geschlechtergerechtigkeit als Arbeitsschwerpunkte
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10.12.2025

Beirat von "De Pace Fidei" nimmt Arbeit auf

Friedensarbeit, Umweltschutz und Geschlechtergerechtigkeit als Arbeitsschwerpunkte

Kürzlich fand die konstituierende Sitzung des neuen wissenschaftlichen Beirates des Instituts “De Pace Fidei” statt. Direktor Markus Moling (im Bild) und die Sekretärin Judith Sitzmann begrüßten die Mitglieder, die für eine Periode von fünf Jahren ernannt sind. Neben den Brixner Professoren Martin M. Lintner und Alexander Notdurfter sowie Professorin Maria Theresia Ploner sind es Wilhelm Guggenberger, Professor für christliche Soziallehre an der Universität Innsbruck, Susanne Elsen, Professorin i.R. für Sozialwissenschaft der Freien Universität Bozen, Roland Psenner, Direktor des Eurac Research, Simone Lechner, akademische Jagdwirtin, und Renato Sascor, stellvertretender Amtsdirektor des Forstinspektorats Bozen 1. Damit startet ein interdisziplinär ausgerichtetes Gremium in die neue Arbeitsperiode.

Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates berieten über die Arbeitsschwerpunkte für die kommenden fünf Jahre entsprechend den Zielsetzungen des Instituts: Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in ökumenischer und interreligiöser Perspektive. Wie bereits bisher soll ein Akzent auf der Unterstützung von ökumenischen Friedensprojekten liegen, zum Beispiel die im März durchgeführte Friedenswoche. Aktiv soll auch die Vernetzung mit den verschiedenen Frauenbewegungen unterstützt werden, um das Thema Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Als spezifisches Anliegen wurde die Sichtbarmachung von Frauen in Südtirol, die unterschiedlichen Religionen angehören, genannt. Wissenschaftliche Symposien sollen zu Themen wie Tourismus und unserem Umgang mit Wildtieren organisiert werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Schöpfungsspiritualität. Im Vordergrund soll die Verbindung von Wissenschaft und Praxis stehen, um für konkrete Problembereiche Lösungsansätze aufzuzeigen. In den kommenden fünf Jahren sollen auch bestehende Netzwerke weiter verstärkt und neue geknüpft werden.

In der ersten Sitzung wurden bereits zwei Beschlüsse gefasst. 

  • Die Mitglieder haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, die derzeit laufende Überarbeitung der EU-Schutzrichtlinien für Nutztiere zu unterstützen. Dazu wird bis zum 17. Dezember 2025 eine Onlinebefragung durchgeführt, an der sich alle beteiligen können (https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/14671-On-farm-animal-welfare-for-certain-animals-modernisation-of-EU-legislation/public-consultation_de). Darin, so Direktor Moling, geht es neben der Stärkung einer nachhaltigen, tierschutzgerechten Landwirtschaft beispielsweise auch darum, dass die systematische Tötung männlicher Küken in der Legehennenzucht unterbunden wird oder dass Tierwohlstandards auch für jene Fleischprodukte nachgewiesen werden müssen, die in die EU importiert werden.
  • Darüber hinaus soll die konkrete Umsetzung einer Blumenwiese für Insekten auf dem Areal des Priesterseminars umgesetzt werden. 
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