Vom 1.-3. September finden an der PTH Brixen die ersten Brixner Philosophietage statt. Sie setzen sich aus multiperspektivischer Sicht mit der Klimaerwärmung und ihren Folgen für den alpinen Raum auseinander.

Tier- und Artenschutz können im Rahmen von Naturschutzstrategien zu einem so genannten Zielkonflikt führen. Damit ist gemeint, dass der Schutz einer bestimmten Art mit dem konkreten Tierschutz, d.h. mit dem Schutz von Individuen einer anderen Art nicht kompatibel ist. Die Entnahme von Füchsen beispielsweise widerspricht einer reinen Tierschutzlogik, während sie im Sinne des Artenschutzes für verschiedenste Bodenbrüter ein wertvoller Beitrag ist. Diese Zielkonflikte gilt es in Naturschutzdebatten zu benennen und ihre philosophisch-weltanschauliche Dimension zu erkennen. Denn letzten Endes führen nicht nur ökologische Vorstellungen zu Entscheidungen im Naturschutz, sondern auch Wertvorstellungen in der Gesellschaft. Bei diesen Wertvorstellungen spielen u. a. auch ästhetische Aspekte eine wichtige Rolle. Je schöner, je wertvoller und einzigartiger eine Tier- oder Pflanzenart für den Menschen ist, desto mehr ist er bereit, sie zu schützen und andere Arten dafür auch zu begrenzen.

Diesem Aspekt in der Naturschutzdebatte wollen wir in unserer Tagung nachgehen.


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